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Jiggen am Bergbach

Jiggen am Bergbach
8. Februar 2018 Michal Zientek

Jiggen am Bergbach

Autor: Timo Lauber

Viele Fischer bevorzugen für das Fischen am Bergbach nach wie vor die Lebendköder-Variante, sprich Wurm/Maden und dergleichen. Durch Anregungen eines Kumpels und mehrmaligem Durchstöbern des Internets versuchte ich es auf die Saison 2017 hin mit einer etwas ausgefalleneren Präsentation der Köder – dem Jiggen.

Dazu habe ich mir Jig-Köpfe (3-5g) und kleine Gummifische (4-6cm) geholt. Die Montage gestaltet sich relativ einfach: An die Hauptschnur – ich benutze vorzugsweise geflochtene Schnur (0.18mm) – hänge ich einen einfachen Wirbel mit einem Snap zum schnellen Wechseln des nach einigen Würfen allenfalls abgescheuerten Vorfach. An den Snap hänge ich ein rund 30-40cm langes Vorfach der Schnurdicke 0.10mm (besser keine gefärbten Schnüre verwenden). Direkt an dieses Vorfach knüpfe ich den Jig-Kopf mit dem darauf befindlichen Kunstköder. Fertig ist unsere Montage:

Die Präsentation des Köders unterscheidet sich nicht wesentlich von der Präsentation eines Lebendköders. Ich avisiere einen gutaussehenden Gumpen und werfe ihn an. Nun ist es wichtig, stets die Spannung zu halten und genauestens auf die Rutenspitze zu achten. Mit der Spannung bezwecken wir, dass der Köder sich zu jeder Zeit im Mittelwasser des Gumpens befindet, damit die Aktion des Gummifisches am besten zur Geltung kommt. Wird ein Fisch aufmerksam auf unseren Köder, gibt es nicht, wie bei Wurm oder Made, kleine Stösse auf welche ich reagieren muss, sondern einen heftigen, unverkennbaren Biss. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen einen kurzen aber intensiven Anschlag zu setzen, damit wir den Fisch nicht verlieren und er hängt.

Bei der Farbwahl habe ich so einige Höhen und Tiefen miterlebt. Trübe Farben (braun, grau, schwarz, grün) stellten sich als die grossen Renner heraus, während ausgefallene Farben in meinem Fall überhaupt nicht funktioniert haben. Anhand der üblichen Nahrung der Forellen machen trüb und naturgetreu gehaltene Köder durchaus Sinn und bringen mit ein bisschen Übung schon bald den Erfolg.
Verglichen mit der Naturköder-Fischerei bietet das Jiggen am Bergbach mir persönlich eine sehr actionreiche Abwechslung. Und auch erfolgstechnisch konnte mich diese Variante des Fischens dieses Jahr durchaus überzeugen. So konnte ich beispielsweise im Simplongebiet eine 46cm-Forelle überlisten:

Alles in Allem eine sehr gelungene Angeltechnik, welche viel Spass und Action mit sich bringt.

Viel Erfolg und Petri Heil am Bergbach wünscht Timo.

Links zu den Produkten

Jig-Köpfe: https://gofishing.ch/produkt/jigkopf-yokozuma-universal/
Gummifische: https://gofishing.ch/produkt/minnow-46mm/
Wirbel: https://gofishing.ch/produkt/einfachwirbel-mit-karabine/