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Der Riesen-Namaychuchaus dem Mattmarksee

Der Riesen-Namaychuchaus dem Mattmarksee
13. August 2020 Michal Zientek
In Blog

Schon seit vielen Jahren besuche ich regelmässig während der Saison den Mattmarksee. Der Grund dafür sind: Namaychuch (kanadischer Seesaibling).
In den ersten Jahren habe ich kleine Exemplare gefangen, um die 30 bis 40 cm lang. Doch mir war schon immer klar, dass es in diesem milchigen, geheimnisvollen See, grosse Exemplare vorkommen müssen.
Tiefe Schluchten und seitliche Bäche, die in den See münden, in deren Strömung kleinere Fische Nahrung suchen. Dort habe ich die grossen Namaychuch vermutet, die in den Mündungen aus der Tiefe kleine Forellen jagen. Ich habe mehrere kleinere Exemplare gefangen mit kleineren Köderfischen wie Elritzen oder mit Wurm. Als ich eines Tages einen Namaychuch gefangen habe, 40cm, welcher in seinem Bauch einen Vogel hatte, ist mir klar geworden, dass ich meine Methode ändern muss, wenn ich einen grossen Fisch fangen will. Einem grossen Fisch muss ich grosse Köder anbieten.

Also habe ich begonnen, an meiner Lieblingsstelle am Mattmarksee mit einem Döbel (15-20cm) oder mit einem Haken Grösse 1 mit 15-20 Würmern zu angeln. Bei dieser Methode wechselte ich die Stelle nicht. Ich habe stationär gefischt, vom Grund. Ich nutzte ein Birnenblei mit Wirbel am Ende der Montage. Ungefähr 70cm bis 1m von diesem Blei montierte ich einen drei-Weg Wirbel mit einem Vorfach mit Köder. Ich suchte eine Stelle, die nicht so nah am Bach, aber trotzdem gut zugänglich ist. Dann versuchte ich den Köder ungefähr auf 5-10m Tiefe zu positionieren. Die Schnur muss leicht gespannt sein, so dass man an der Spitze von der Rute jeden Biss sehen kann.
Danach geht’s ums Warten, ohne die Rute aus den Augen zu lassen. Es braucht viel Geduld. Es kann sein, dass Sie mehrmals Ausflüge zum Mattamarksee oder zu anderen Seen machen. Ein so grosser Fisch beisst nicht immer.
Ich hatte viele Male keinen Biss von einem grösseren Fisch, bis es im Juli 2020 dann endlich gelang. Wieder einmal war ich mit einem Kollegen am Mattmarksee. Es war zum ersten Mal in der Saison. Und es hat sich gelohnt. Neben mehreren kleineren Fischen, die mein Kollege gefangen hat, konnte ich nach 3 Stunden mit einem grossen Köder einen Biss generieren und zugreifen. Zuerst dachte ich, ich hänge an einem Stein fest. Doch dieser Stein ist kurz darauf mit prächtiger Kraft losgeschwommen.
Mein Herz begann zu rasen, weil ich wusste, dass es mein gewünschter Namaychuch war. Dieser Fisch ist mir in die Strömung geschwommen wo ich ihn nicht herausbekommen konnte. Er ist in der Strömung gestanden und ich hatte eine gebogene Rute mit strammer Schnur und der Fisch wollte nicht nachgeben. Er hatte mich längere Zeit im Griff. Mal ist er volle Kraft in die Tiefe, so dass meine Rolle an der Leistungsgrenze war. Mal ist er wieder hoch und dann wieder runter. So ging es viele Minuten. Danach hatte ich den Fisch langsam ermüdet. Und ich habe gespürt, dass der Fisch langsam an die Oberfläche kommt und ich habe meinen Kollegen gebeten, den Käscher bereitzuhalten. Plötzlich ist er aus dem milchigen Wasser hoch gekommen und wir staunten beide. Was für ein Fisch! Der Traum eines jeden Fischers ist bei mir wahr geworden.
Namaychuch 70cm.